Ein ganz normaler Mittwoch

Stecken gebliebenStecken geblieben

Mittwoch war einer von diesen Tagen, an denen man gar nicht soviel essen kann, wie mankotzen möchte! Am Ende blieb nur noch Fatalismus: Wenn irgendetwas schief gehen konnte, dann ging es schief!

Der Plan war ganz simpel: Rausfliegen, Alfred absetzen, der warten sollte bis, er abgeholt wird. Der Abbau sollte in der Zwischenzeit schon mal beginnen abzubauen und der Rest würde über den Fluss setzen um die Fahrzeuge, die dort immer noch feststeckten rauszuziehen, und dann damit weiterzuarbeiten, bzw. sie überführen. Simpel! Jeder wurde instruiert und alle hatten (wie immer) alles verstanden.

 

 

Marshmaster auf dem FlußMarshmaster auf dem Fluß

Wir sahen den Hubschrauber kommen. Er ging runter setzte Alfred ab und vorsichtshalber stieg auch noch der Abbau mit aus! Falsche Seite vom Fluss! Scheiße! Das war aber später noch hinzukriegen. Der Pilot war "Mad Max" und der ist flexibel. Wir setzten dann über um ein Hagglundt rauszuziehen, das Airboat was daneben steckte und den Marshmaster. Einfache

Übung - denkste: Das scheiß Hagglundt sprang nicht an! Die Überbrückungskabel waren “Made in Sudan“ und eine europäische Hausstromleitung ist dicker als diese Dinger. Selbst nach einer Stunde vergebenen Schraubens und Probierens war nix zu machen. Also, Mechaniker rufen!. Der kam und fing an wie ein Geisteskranker das Ding auseinanderzuruppen. Half aber auch alles nichts und so mussten wir schließlich die Batterien aus dem Airboat ausbauen ins Hagglundt einsetzten, um das Ding zum Laufen zu bringen, anschließend sie wieder ausbauen und zurück ins Airboat damit. Zwischendurch noch die Abschleppseile an- und abbauen, da das Airboat erst noch rangezogen werden musste. Der Abschlepphacken war aber gut 80 cm tief im Schlamm - lecker! Dann schließlich rausziehen, das dauerte, ging aber noch relativ gut über die Bühne.

 Die Flussüberquerung klappe ganz gut und nach ca 10 Metern auf der anderen Seite sind wir prompt wieder im Schlamm abgekackt! Mit dem Airboat schieben ging nicht, dafür hatte es sich dann auch noch festgefahren und musste mit Hilfe eines Zweiten rausgezogen werden. Der Marschmaster, der nun auf unserer Seite den Abbau begleitete war verschollen und nicht über Funk zu erreichen. Mein Funk fiel aus. Ich konnte noch sabbeln, aber nichts mehr empfangen. Das zweite Airboat fiel vorübergehend aus, nachdem es wieder frei war. Alfred sollte warten und hatte immer noch kein Essen vorbeigebracht bekommen, da wir ja etwas verspätet waren. Der Hubschrauber kam und wollte ein Netz abholen, von dem niemand was wusste. Jetzt brauchte er einen zum Einhängen, Alfred organisierte sich einen Lift und war somit 2 Minuten später auf der falschen Seite. Immer noch ohne Essen, denn das wurde ihm ja rüber geschickt! Der Marshmaster auf der anderen Seite brach ebenfalls zusammen! Der Marshmaster auf unserer Seite tauchte plötzlich doch noch auf um gleich darauf auszugehen und nicht wieder starten zu wollen! Gleiches Spiel noch mal: Batterien aus dem Airboat raus, in den Marshmaster rein und nachdem es lief wieder zurück. Bis dahin waren seit dem Meeting am Morgen 9 Stunden (!) vergangen. Das alles bei zunehmender Hitze im Schlamm! ("Und was habt ihr bis Mittag gemacht?" "Den Fluss überquert!" "Wollt Ihr mich verarschen oder habt Ihr euch verpisst?" Da wollte mein Chef dann lustig sein, haha!) Rausziehen und zum Abbau mit dem Wasser und dem Essen der Jungs! Sorry! Als dann alles gerade noch halbwegs rechtzeitig erledigt werden konnte geschah die größte Ironie: das scheiß Hagglundt ließ sich nicht mehr ausmachen!

Mit gekommen?