Kave kam ums Leben
Mr. KaveAm gleichen Tag kam es zu einem sehr traurigen Unfall. Der Vorarbeiter des Abbaus kam ums leben, als er im Hendiyan River schwimmen ging. Einige unserer Fahrzeuge wurden am Fluß gewaschen, als Kafe dort auf- tauchte um zu schwimmen. Obwohl er darauf hingewisen wurde dies nicht zu tun, sprang er ins Wasser und ignorierte die Verbote. Nach nur wenigen Metern schien er zu kolla- bieren und ging unter. Der Hendiyan River ist nicht ungefährlich und jedes Jahr kommen mehrere Menschen in ihm um, da er sehr gefährliche Strö -mungen hat. Es gibt eine Ober- flächenströmung die zum Meer hin strömt und eine Bodenströmung, die in die entgegengesetzte Richtung fließt. Angeblich ist dieser Fluss bis zu 20 Metern tief und sehr trübe. Die Sicht unter Wasser beträgt gerade 1 Meter. Jeder stellte sofort die Arbeit ein suchte bis zum Einbruch der Dunkelheit nach dem Körper von Kave. In aller Frühe ging die Suche am nächsten Morgen weiter. Es wurden sogar Taucher eingesetzt, die aber auch erfolglos aufgeben mußten. Abends wurde ein Mullah gebeten eine Gedenkfeier für Kafe abzuhalten.
Erst nach zwei Tagen am Abend wurde Kaves Körper gefunden. Wir wollten gerade zu Bett gehen, als wir einen Telefonanruf bekamen. Nur wenige Minuten kamen ca. 15 Iran in unser Haus, forderten den Nissan Pickup und Geld, um den Leichnam zu den Eltern des Toten zu bringen. Nachdem sich die erste Aufregung gelegt hatte, fordert uns der Chef der Security auf den Toten aufzusuchen, um ihm Respekt und Achtung zu zollen. Was für eine Situation: Eine Wasserleiche anzuschauen ist wirklich nicht was ich am späten Abend und sowieso überhaupt nicht brauche. Aber was konnten wir tun. Die Gefühle der einheimischen Belegschaft wollten wir nicht noch zusätzlich verletzen. Also stiegen wir in den Wagen und wollten gerade den Hof verlassen, als die Security uns wiedermal stoppte. Wir könnten nicht den Leichnam ansehen, da sie für unsere Sicherheit nicht mehr garantieren könnten.
Am nächsten Morgen wurden wir gefragt, weshalb denn im Daily Report nicht vermerkt sei, dass der Mitarbeiter bei dem Versuch einen im Fluß verhedderten Schlauch zu befreien, um Leben gekommen sei. Es wurde versucht einen Arbeitsunfall daraus zu machen und somit eine Verantwortlichkeit der Firma zu zuschieben.

