Neues aus dem Busch

Aussicht bei AmbanjaAussicht bei Ambanja

Mittlerweile bin ich auf Madagaskar angekommen. Die Landschaft und das Klima sind toll, alles andere ist hart an der Grenze des Erträglichen.

 

Wirklich beeindruckend ist das Licht! Es schein einfach “weicher“ als bei uns zu sein. Die sogenannte “Blaue Stunde“ ist hier viel länger und ausgeprägter als in unseren Breiten. Fast jeden Abend gibt es eine phantastischen Sonnenuntergang. Na ja, immerhin etwas schönes!

 

Sie funktionierten nur selten richtigSie funktionierten nur selten richtig

 

 

Das Camp steht kurz davor geschlossen zu werden, da die Zustände hier überhaupt keinem Standard entsprechen. Es gibt drei Toiletten und drei Duschen für ca. 30 Expats. Zwei Tage gab es warmes Wasser, ansonsten nur kaltes oder auch gar keines. Die Duschkabinen sind so klein, dass es nur schwer möglich ist sich zu bücken, um Seife aufzuheben. 

 

Die Toiletten sind ähnlich klein, aber gelegentlich halbwegs sauber. Das Wasser kommt aus dem Fluss, der am Camp vorbeifließt. Angeblich wird es gefiltert oder behandelt, zumindest riecht es nicht mehr nach Kloake, sondern nach Chemie.

 

Nicht 5 Sterne verdächtig - das Frühstück!Nicht 5 Sterne verdächtig - das Frühstück!

Auf Grund von “Umwelt- schutzauflagen” ist es nicht möglich, Fußböden aus Beton zu gießen und so haben die Messe und Küche Sandböden. Alles ist sehr staubig und Hygiene ist nicht wirklich gegeben. Auffällig sind die vielen Fliegen und der morgendliche Fäkalgeruch. Gestern fanden wir dann heraus, dass die Eingeborenen, die in der Nähe des Camps leben, hier an den Fluss gehen und direkt auf der anderen Seite des Zaunes ihre Morgentoilette verrichten. Na ja, jetzt wissen wir immerhin wo die Fliegen alle herkommen!

 

 

Das Essen ist wenig an Menge und Auswahl. Trotz der Fliegen und dem Wissen um ihre Herkunft ist irgendwann der Punkt erreicht, wo man einfach essen muss und dann ist es nur noch egal. Das Küchenpersonal ist völlig überfordert. Sie bemühen sich zwar, aber was nützt es? Es wird nur eine Frage der Zeit sein und es wird zu ernsthaften Problemen kommen.

 

Überhaupt ist das Frühstück sehr gewöhnungsbedürftig: Es gibt Pommes, Reis, gebratenes Fleisch, Porridge oder gekochten Fisch und Suppe. Ein Englisches Frühstück ist auf Rühreier oder Omelette mit Pfannkuchen begrenzt. Brot oder Käse waren “Mission Impossible“, dafür gab es aber jeden Tag einen trockenen Kuchen. … und das alles drei Monate lang! Das Mittag oder Abendessen sind eintönig und jeden dritten Tag steht das selbe auf dem Speiseplan!

Ein "lecker" Lunch Pack! Ein "lecker" Lunch Pack!