Ruptur des Kreuzbandes
Der 20. Mai 2008 war ein schöner, sonniger Frühsommertag in Norddeutschland bis es „knack“ machte und ich das Gefühl hatte, mein Knie wäre einen Zentimeter zusammengestaucht worden. Es tat nicht wirklich weh, nur "wackelig“ war es irgendwie.
Ich fuhr ins örtliche Krankenhaus und traf auf eine äußerst motiviert „Mannschaft“. Es war immerhin schon 22.15 Uhr. Nachdem die Röntgenbilder meines rechten Kniegelenks vorlagen, erklärte mir der diensthabende Arzt, es sei alles ok, nur etwas überdehnt, gab mir für alle Fälle einige Schmerztabletten und verabschiedete sich.
Der nächste Morgen bescherte mir den Anblick eines Knies, welches mehr an einen Blumenkohl erinnerte, als an einen Teil meines Körpers. Da muss wohl doch was nicht so richtig sein! Mein Hausarzt warf einen Blick auf dieses aufgeblasene Etwas und stellte lapidar fest: “Ein MRT Scan wäre gut!“ Kurz darauf hörte ich ihn in den Hörer seines Telefons brüllen: “Der Mann hat Schmerzen und es kann nicht sein, dass wir drei Wochen auf einen Termin warten müssen!“ Hat auch funktioniert! Nach zehn Tagen hatte ich endlich einen Scan.
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Nach weiteren drei Tagen wurde mir von dem besagten Arzt das Ergebnis schonend beigebracht: “Ich würde mir schon mal eine neue Sportart ausgucken, vielleicht Schach oder Skat! Das ist ein sauberer Kreuzbandriß!“ Als erstes habe ich mir einen neuen Hausarzt ausgeguckt. Der konnte zwar nichts mehr an der Tatsache ändern, aber immerhin wird mir in Zukunft die Sensibilität eines Holzhackers erspart bleiben.
Das Knie brauchte einige Monate um völlig abzuschwellen. Am 1. Juli flog ich nach Tansania, um wieder zu arbeiten. Statt Jogging ging halt nur Walken - wie doof! (Aber besser als Skat oder Schach, wenn man Bewegung mag)
Am 8. April 2009 war es dann soweit und ich hatte meine OP, in der mir ein neues Kreuzband eingesetzt wurde. Anschließend Krankengymnastik und zum Abschluß wird es nun einen Suvivalmarsch durch den Teuteburgerwald geben. 174 km den Hermannsweg entlang! (Den mußte ich allerdings nach zwei Tagen und ca 60 km abbrechen, da alles außer meinem operierten Knie gestreikt hat. Ich habe mir da wohl doch etwas zu viel zu gemutet und mich überschätzt!)

